Corona als Chance

Genau jetzt ist der richtige Moment gekommen, diesen Blog fortzusetzen und ganz neue Diskussionen zu beginnen. Wir stehen alle vor der Herausforderung, wie unser Leben und unser Unternehmen zukünftig aussehen wird. Corona hat alles binnen kürzester Zeit verändert und wir brauchen viele Ideen, wie die zukünftige Welt gestaltet werden soll. In diesem Blog möchte ich mit Euch darüber diskutieren, Ideen sammeln, weiterentwickeln usw.

Ich mache mir zurzeit viele Gedanken, ob und wie lange der komplette Shutdown noch weitergehen soll und kann. Ich bin sicher, das Coronaproblem begleitet uns noch eine lange Zeit. Ich glaube, jede/r von uns hat für seinen Bereich Ideen, wie es besser gemacht werden könnte. Ich denke zum Beispiel an Dinge wie Läden öffnen mit Termin, um Kunden einzeln zu bedienen, um das social distancing zu wahren. Damit werden die Kunden kanalisiert, müssen aber nicht ganz wegbleiben. Ich denke an die Entwicklung von Regeln für gemeinsames Sporttreiben, die Corona-konform sind. Es gibt so viele Themen, dass wir nur alle gemeinsam daran weiterarbeiten können.

Schreibt mir in die Kommentare!

Ich freue mich auf Euch!

Wie uns Industrie 4.0 und Arbeit 4.0 große Chancen eröffnen können

Die Stichworte Industrie 4.0 und Arbeit 4.0 sind aus Diskussionen in Manager/innenkreisen genauso wie am Stammtisch nicht mehr wegzudenken (s.a. 24.07.2016 – Erleben wir jetzt die Industrialisierung hoch zwei?). Eine hoch aktuelle und wichtige Frage ist dabei die, wie die derzeitigen technischen Veränderungen sich auf unsere Gesellschaft auswirken und wie die Gesellschaft darauf reagiert.

Bei vielen Menschen und damit auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in kleinen wie in großen Unternehmen lösen die Veränderungen Skepsis aus, da sie für die meisten sehr schwer einschätzbar sind. Die Annahmen reichen von Bedrohungsszenarien durch Roboterhorden bis hin zu Vorstellungen von Einkommensgenerierung ohne eigene Arbeit. Beides ist sicherlich extrem, aber für mich viel entscheidender ist die Frage, was wir als Gesellschaft und als in dieser lebende Menschen für unsere Zukunft wollen? Wie wollen wir insbesondere Arbeit 4.0 gestalten (s.a. 17.07.2016 – Arbeit 4.0 – was wollen die Mitarbeiter/innen?)?

Im Alltagsbereich sind die Weichen, häufig aus Bequemlichkeit, aber auch beispielsweise aus zeitlichen, gesundheitlichen oder vergnüglichen Überlegungen schnell gestellt und wir lassen uns gern auf Erleichterungen im täglichen Leben durch technische Hilfsmittel ein. Merkwürdigerweise fällt uns das im beruflichen Kontext viel schwerer, und auch als Vorgesetzte haben wir meist mehr Bedenken, uns auf technische Neuerungen einzulassen als privat.

Die Frage der Daten- und Cybersicherheit spielt dabei eine große Rolle und diese Herausforderung muss selbstverständlich auch auf allen Ebenen bewältigt werden. Dennoch glaube ich, dass wir mehr erreichen, wenn wir die Chancen zulassen, die uns Industrie 4.0 und Arbeit 4.0 mit allen ihren Aspekten bieten können. Hier können wir uns kreativ auf neue Szenarien einlassen, sie ausprobieren, verändern, anpassen, modellieren… Nur so werden wir für uns herausfinden, welche Wege unseren gewünschten Kriterien entsprechen – den noch zu definierenden Kriterien wie hoffentlich ganzheitlich und motivierend, wie gesund und profitabel, wie … (s.a. 07.08.2016 – Wie wichtig sind Werte für Unternehmen?) … und darüber müssen wir in der Unternehmensführung ebenso diskutieren wie in unserer Gesellschaft.

 

Und dann war da noch das Betriebsklima…

Das Betriebsklima ist ein häufig extrem unterschätzter Faktor der Profitabilität eines Unternehmens. Es ist nicht dasselbe wie die Unternehmenskultur, doch hängen die beiden Begriffe unmittelbar zusammen und so hängt auch im Inneren die Profitabilität wieder an der Unternehmenskultur.

Wie aber erreicht man ein gutes Betriebsklima? Was fördert es und was stört es? Werte spielen hier wieder eine Rolle und die Unternehmenskultur als Grundlage (s.a. 07.08.2016 – Wie wichtig sind Werte für Unternehmen?). Nach innen verändern auch Vergünstigungen und Gehaltserhöhungen das Klima im Unternehmen nicht positiv, solange die Unternehmenskultur insgesamt nicht stimmig ist (s.a. 28.08.2016 – Über die Außenwirkung von Werten und Unternehmenskultur).

Dennoch sind Vergünstigungen ein häufiger Hebel, um die Stimmung zu heben. Sie wollen sehr gut durchdacht sein, und eine grundsätzlich gute Bezahlung ist ohnehin die Basis. Für das Betriebsklima braucht es aber noch mehr. Viel wichtiger, und Bestandteil der Unternehmenskultur, sind persönliche Ansprache, Lob und Respekt sowie konstruktive Aufnahme von Kritik. Die Mitarbeiter/innen wünschen sich Anerkennung, Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten und Fort- und Weiterbildungsangebote. Im Umgang untereinander und mit den Vorgesetzten sollte die Kommunikation von Vertrauen und Wertschätzung geprägt sein. Dies ermöglicht dann offenes und ehrliches Feedback und eine angemessene Fehlerkultur.

Ein Unternehmen kann sich glücklich schätzen, wenn es auf diesem Gebiet gut aufgestellt ist. Denn Zufriedenheit steigert die Leistung der Mitarbeiter/innen um ca. 12%, Unzufriedenheit dagegen senkt sie um 10% (Universität Warwick 2014: “Happiness and Productivity”). Logisch, welche Zahlen wir im Betriebsergebnis realisiert sehen wollen.

Über die Außenwirkung von Werten und Unternehmenskultur

Die Unternehmenskultur wird stark von den Werten der Mitarbeiter/innen bestimmt. Bei der Herausbildung dieser Kultur spielen die Führungskräfte eine große Rolle, je weiter an der Spitze, desto größer das Vorbild. Aufsichts- und Beiräte sollten dies bei ihren nach innen und außen sichtbaren Handlungen und Entscheidungen bedenken, auch die geschäftsführende bzw. Vorstandsebene steht immer im Fokus der Belegschaft und der Öffentlichkeit.

Als aktuelles Beispiel darf auch diesmal wieder der VW-Konzern dienen, der uns ein Schauspiel in vielen Akten liefert. Der Zuliefererstreit reiht sich ein in die Reihe von Aktionen, bei denen sich Außenstehende fragen, welche Werte hinter den Entscheidungen und Handlungen stehen. Die in der allgemeinen Presse erhältlichen Informationen lassen weder eine klare Strategie zur Bewältigung des immer noch schwelenden Flächenbrandes durch “Dieselgate” erkennen, noch erscheinen die Streitursachen mit den Zulieferern unter Berücksichtigung einer ganzheitlichen Unternehmensführung nachvollziehbar. Da hilft eine zwar zügige, aber kostenintensive Einigung nur noch wenig und nennt sich zu Recht eben Schadensbegrenzung.

Eine Weile mag das Schauspiel noch unterhaltsam sein, aber auf Dauer werden die Kund/inn/en skeptisch. Ein Produktionsstopp schädigt das Unternehmen zusätzlich direkt und Kurzarbeit deswegen führt zu Unmut in der eigenen Belegschaft genauso wie in der Gesellschaft, die an diesem Punkt ja auch beteiligt wird.

Aus all diesen Bausteinen machen sich Beobachter/innen ein Bild von der Unternehmenskultur.

Über solche Außenwirkungen – die sich allein durch mangelnde Berücksichtigung derselben entwickeln können – müssen sich Führungskräfte im Klaren sein. Sie prägen die Marke und damit den Absatz der Produkte in großem Ausmaß. Es heißt, VW spüre das schon.

 

Wie wichtig sind Werte für Unternehmen?

Gerade in Zeiten, die von großen Veränderungen und Herausforderungen geprägt sind, scheinen die Menschen das Bedürfnis nach Tradition, Bekanntem und Bewährtem zu haben und möchten sich dabei auf die darunter liegenden Werte verlassen können. Dies trifft für Männer und Frauen gleichermaßen zu.

Wir leben in einer solchen aufregenden Zeit. Globalisierung und Digitalisierung sind nur die “Keywords” der riesigen Menge an Umbrüchen, die diese mit sich bringen. Migrationsphänomene und Klimaveränderungen wollen ebenso bewältigt werden wie die so genannte neue industrielle Revolution (s.a. 24.07.2016 – Erleben wir jetzt die Industrialisierung hoch zwei?). Besonders die Politik bekommt das zu spüren, es wird oft immer schwieriger, neue Gedankengänge zu entwickeln und vor allem zu erklären.

Gleichzeitig hinterfragen viele Menschen die traditionellen Lebensweisen und Ansichten. Wir tauschen uns weltweit aus und suchen die optimalen Lösungen für bestehende Probleme. Eine solche Vielfalt zu denken und gar zuzulassen, fällt jedoch wieder vielen schwer. Die Polarisierung nimmt zu. Werte, wenn auch verschiedene, haben jedoch alle.

Was für die Politik gilt, gilt immer auch für die Wirtschaft. Werte werden zu jeder Zeit hoch gehandelt, egal ob traditionell oder fortschrittlich basiert. Werte werden nachgefragt. Ein Unternehmen tut also gut daran, sich ebenso auf Werte zu beziehen. Durch Leitbilder und Leitkultur umgesetzt und nach innen und außen vertreten, werden Werte zu einem Markenzeichen eines Unternehmens. Kunden identifizieren sich und suchen die zu ihnen passenden Werte bewusst aus.

So werden Werte wieder zunehmend zu einem Faktor der Kaufentscheidung. Für mich schließt eine ganzheitliche Denkweise mit ein, dass Unternehmen Werte haben, sie als Teile ihres Produkts und der Produktherstellung ansehen und sie auch gezielt in die Marketingstrategie mit einbeziehen.

Überall Big Data und Bots – aber Menschlichkeit ist unersetzbar!

In vielen alltäglichen Dingen begegnen uns inzwischen Bots, vor allem Chatbots. Manchmal merken wir es sofort, manchmal erst nach einer Weile des “Gesprächs”. Solange der Bot unseren gewünschten Erwartungen entspricht, z.B. die gesuchten Informationen liefert oder uns bei einer Tätigkeit unterstützt, sind wir in der Regel zufrieden und eine effektive Lösung des menschlichen Problems wurde gefunden. So weit, so gut.

Die Entwicklung von technischen Helfern bei bestimmten Tätigkeiten ist alt und grundsätzlich zu begrüßen. Wie jede Maschine kann auch ein Bot Arbeiten übernehmen, die vielleicht ein Mensch nicht tun möchte oder nicht so gut tun kann. Zudem ist ein Bot im Grundsatz wertungsfrei, auch wenn bei ihm als “Learning Machine” einiges schief gehen kann. Die Testläufe wie bei Facebook haben dies ja schon eindrucksvoll verdeutlicht. Auch komplexe Fragestellungen überfordern derzeit die Bots noch.

Auf der anderen Seite kann ohne technische Unterstützung kein Mensch und auch kein Unternehmen mehr der Masse Daten Herr werden, die wir inzwischen generieren oder abrufen. Nicht umsonst heißt es Big Data. Gerade deshalb ist es – für Führungskräfte als Vorreiter/innen, aber auch für jedes einzelne Mitglied unserer Gesellschaft – mehr denn je geboten, sich um Datensicherheit ebenso zu kümmern wie darum, dass Big Data eingebettet werden in ein zutiefst menschliches System. Dazu nur einige von vielen Stichworten:

Es ist wichtig, dass der Wettbewerb um die Daten und deren Sammlung breit gefächert bleibt, denn sie haben als Ware eine große Macht.

Es ist wichtig, zu erkennen, dass von Big Data und Bots auch eine hohe Gefahr der Manipulation Einzelner oder ganzer Gruppen ausgehen kann.

Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass wir an Big Data ein erhebliches Maß an Kontrolle abgeben und diese auf neuen Wegen wieder erlangt werden muss.

Es ist wichtig, darauf zu achten, dass wir Menschen die Nutzer/innen von Big Data sind und bleiben.

Und nicht zuletzt bleibt die Tatsache: keine Technik kann jemals echte menschliche Kommunikation mit ihren vielen weiteren Facetten neben dem Informationsgehalt ersetzen – weder heute noch in Zukunft!

Erleben wir jetzt die Industrialisierung hoch zwei?

Arbeit 4.0 und das Internet der Dinge, Big Data und Digitalisierung – das sind die aktuellen Schlagworte der neuen industriellen Revolution.

Revolution? Kaum jemand, besonders aus unseren noch nicht im neuen Jahrtausend geborenen Generationen, kann sich richtig vorstellen, was im einzelnen hinter den genannten Begriffen steckt. Nur wer sich, meist im beruflichen Umfeld, schon intensiv damit beschäftigt, hat tieferen Einblick. Für alle anderen ist es eher das Gefühl, im Augenblick nur an der Oberfläche zu kratzen. Vieles mag möglich sein, aber konkret? Und deshalb gleich revolutionär?

Wir lesen und hören von Smart Cities und Smart Homes, Industrie 4.0 und Automation. Einige Wirtschaftsbereiche sind schon weit fortgeschritten, im Alltagsbereich und auch in der persönlichen Arbeitswelt erleben jedoch erst wenige Menschen tiefgreifende Veränderungen. Unsere Fantasie wird auf eine harte Probe gestellt. Ideen und Ziele, wo die Reise hin gehen könnte, haben viele – die Wirklichkeit in einigen Jahren wird uns zeigen, wer richtig lag, was Bestand hat und was nur ein Strohfeuer blieb.

Dabei ist die Revolution schon im vollen Gange und nicht mehr aufzuhalten. Sie durchdringt unser Leben eher schleichend und ohne viel Aufsehen – und doch wird sie höchstwahrscheinlich schon in wenigen Jahren die erste Industrialisierung mehr als potenzieren. Arbeiten und reisen, essen und wohnen, all dies wird völlig neu dimensioniert werden. Kommunikation muss neu gedacht werden, auch für Politik und Unternehmen.

Impulse werden benötigt aus der Wirtschaft als Motor, Korrekturen müssen sich in der gesellschaftlichen und politischen Diskussion entwickeln. Ich wünsche mir viele Menschen, die diese Revolution erfolgreich gestalten.